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Revolution in Deutschland?

 
Ihr Investors Woche - Newsletter vom 06.05.2009

Unsere Themen:

 

 

Revolution in Deutschland?

Liebe Leserin, lieber Leser,

Am 1.Mai war ich in Berlin. Wie jedes Jahr. Als ich am 30. April in der Nacht in Charlottenburg das Taxi bestieg, fragte mich der Taxifahrer: "Na, wegen der Randale hier?" Meine Antwort war Nein, die Begründung entwaffnend: Schließlich steige ich im Grunewald ab, der Revolution unverdächtig.

Doch das Thema geht mir nicht aus dem Kopf - obwohl Kreuzberg von Grunewald soweit entfernt ist wie der Mond von Düsseldorf. Was wäre, wenn die Randale tatsächlich ein Ziel hätte? Wenn Lenin nicht Recht behalten würde mit seinem Bonmot, in Deutschland müsste der Revolutionär erst die Bahnsteigkarte lösen, bevor er den Bahnsteig erobert.

Dann würden sich einige Herrschaften tatsächlich umgucken. Wenn zum Beispiel ein grimmiger Rentner, das Messer zwischen den zweiten Zähnen, einem Herrn Zumwinkel den Weg zur italienischen Burg versperren würde. Der Weg ist gepflastert mit vorgezogenen Pensionsmillionen - etwas, wovon der deutsche Rentner nur träumen kann.

Apropos: Rente soll's auch weiter geben. Das ist die gute Nachricht. Allerdings, was das Geld in Inflationszeiten noch wert sein wird, vermag keiner zu sagen. Vielleicht kauft im nächsten oder übernächsten Jahr der eine oder andere deutsche Rentner eine Bahnsteigkarte…

Erfolgreiche Investments wünscht Ihnen

Detlef Weise
Investors Woche

 
 

Zum Beispiel Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom hat im Geschäftsjahr 2008 ihre Finanzziele erreicht. Das EBITDA legte gegenüber 2007 leicht zu und der Gewinn konnte auf rund 1,5 Mrd € mehr als verdoppelt werden.

Diese positive Ergebnisentwicklung wurde auch durch die Fortsetzung des Programms "Save for Service" getragen, durch das inzwischen Kostensenkungen von 4,1 Mrd € erreicht wurden. Trotz erhöhter Investitionen in den Marktauftritt konnte damit bei einem leicht gesunkenen Umsatz die Ertragskraft weiter verbessert werden.

Auch die Bilanz- und Verschuldungskennzahlen zeigen weiter eine stabile und solide Unternehmensverfassung: So stiegen die Finanzverbindlichkeiten im Jahresvergleich lediglich um rund 1 Mrd €, obwohl die DT einen Aufwand von rund 4,4 Mrd € für die 25%-ige Beteiligung an der griechischen OTE sowie den Erwerb der amerikanischen SunCom hatte.

Im deutschen Mobilfunkgeschäft behauptete TMobile seine Marktführerschaft. Mehr als 950.000 neue Vertragskunden gewann das Unternehmen 2008. Während der Umsatz auf dem wettbewerbsintensiven Markt um 2,8% zurückging, stieg gleichzeitig das bereinigte EBITDA um 3,1%. Mit 10,6 Mio Bestandskunden konnte die klare Spitzenstellung auf dem deutschen DSL-Markt weiter untermauert werden. Allein im 4. Quartal 2008 konnten 352.000 DSL-Neukunden gewonnen werden.

Für 2009 erwarten wir auf Basis der aktuellen Struktur - ohne OTE - ein bereinigtes EBITDA sowie einen Free Cashflow in einer Größenordnung wie 2008. Auf Sicht der nächsten 6 bis 12 Monate erwarten wir eine durchschnittliche Kursentwicklung und behalten die Timing-Einstufung von 3 Sternen bei. (Analyse: D. Jaworski, im April 2009)

Volker Gelfarth
Aktien-Analyse

 
 

Die Gewinner der Schweinegrippe

Die Schweinegrippe hat Deutschland erreicht. Gestern wurden die ersten Fälle bei Mexiko-Heimkehrern bestätigt. Glücklicherweise ist das Virus bisher außerhalb Mexikos nur in abgeschwächter Form verbreitet. Aber dabei muss es nicht bleiben. Eine zweite, stärkere Welle kann nicht ausgeschlossen werden. Ebenso wenig die gefürchtete Pandemie (= Infektionskrankheit, die sich über die ganze Welt ausbreitet und Millionen Menschen befällt). Als Investor frage ich mich natürlich, wer von einer Verschärfung der Lage profitieren würde?
 
Als Erstes fallen mir die Pharmaunternehmen ein, die entsprechende Wirkstoffe herstellen. Nach Erkenntnissen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigen die bekannten Grippemittel Tamiflu und Relenza auch gegen die Schweinegrippe Wirkung. Sie entstammen dem Schweizer Pharmakonzern Roche und dem britischen Glaxo Smithkline. Roches Tamiflu wurde bereits gegen die asiatische Vogelgrippe 2005 erfolgreich eingesetzt.
 
Ob die Schweinegrippe den beiden Unternehmen tatsächlich einen signifikanten Umsatzschub beschert, hängt davon ab, wie schlimm es noch wird. Zwar haben nach Roches eigenen Angaben seit dem Ausbruch der Schweinegrippe bereits viele Regierungen das Unternehmen wegen neuer Lieferungen kontaktiert. Doch sitzen viele Länder noch auf gigantischen Medikamenten-Beständen, die sie nach der Vogelgrippe angehäuft haben. Daher glaube ich nicht an die richtig großen Kursgewinne für beide genannten Aktien. Aber ich halte es zumindest für wahrscheinlich, dass sie besser als der Gesamtmarkt laufen, vor allem natürlich, wenn es zu einem Rückschlag an den Börsen kommt.
 
Weitere Gewinner der Schweinegrippe wird es wohl nur geben, wenn es tatsächlich zur gefürchteten Pandemie kommt. Lebensmittel-Hamsterkäufe dürften dann den Agrarwerten und (sehr kurzfristig) dem Einzelhandel deutlichen Auftrieb geben. Auch die Telekom-Unternehmen würden gute Geschäfte machen, wenn sich keiner mehr traut das eigene Heim zu verlassen und nur noch über Telefon und Internet mit der Außenwelt kommuniziert. Aber ein solches Szenario halte ich für sehr unwahrscheinlich, wenngleich es statistisch gesehen mal wieder Zeit für eine Pandemie wäre. Im Schnitt kommt es nämlich etwa alle 30 Jahre dazu und seit der letzten Pandemie in Hongkong 1969 sind es schon 40 Jahre her. Andererseits spricht die ständige Verbesserung der medizinischen Versorgung gegen die Statistik - hoffen wir drauf!
 
Sascha Mohaupt
Geldanlage-Berater

 
 

Private Altersvorsorge wird zunehmend zur Rechnung mit Unbekannten

Die Zeiten mit Renditen von etwa 6 bis 8 % bei Aktien scheinen vorbei. Bei Geldanlagen ist die Verzinsung auf ein niedriges Niveau gesunken. Beides kann sich wieder ändern, bereitet derzeit aber Probleme.

Fondsgebundene Lebensversicherungen sind in die roten Zahlen gestürzt. Viele Riester-Verträge steuern derzeit auf eine Null-Rendite im Alter zu. Rürup-Sparer erkennen jetzt, dass sie ein hohes Alter erreichen müssen. Nur so bekommen sie netto das heraus, was sie tatsächlich eingezahlt haben. Auch private Rentenversicherungen lohnen sich immer weniger.
 
Wer vor 20 Jahren umgerechnet 50.000 € in eine Sofortrente eingezahlt hat, erhält zurzeit im Schnitt 394 €. Bei Sofortrenten, die im Jahr 2000 eingezahlt wurden, sind es durchschnittlich nur noch 293 € monatlich. Im Zuge der Finanzkrise hat sich diese seit Jahren negative Entwicklung noch verstärkt. Mit dieser Folge: Sie müssen immer mehr einzahlen, um kommende Versorgungslücken im Ruhestand zu schließen.
 
Bei der klassischen Rentenversicherung ist der Garantiezins inzwischen auf nur noch 2,25 % gesunken. Dass dieser Betrag durch die Überschussbeteiligung merklich steigt, dürfte meist kaum zu erwarten sein. Je höher ein Versicherer die Lebenserwartung einstuft, desto mehr ist für die gewünschte Rente einzuzahlen.
 
Zudem arbeiten Lebensversicherungen mit diesem Trick: Wer sich versichert, soll angeblich länger leben. Wird jemand laut Statistischem Bundesamt ca. 83 Jahre alt, satteln die Versicherer nochmals kräftig drauf: Bei gleichem Jahrgang legen sie dann eine durchschnittliche Lebenserwartung von knapp 94 Jahren zugrunde.
 
Auf die besondere Problematik von Fondspolicen habe ich in der Vorwoche an dieser Stelle hingewiesen. "Was tun?", haben Leser gefragt, die sich in guten Börsenjahren solche Policen haben aufschwatzen lassen. Sind die Fondspolicen in den Keller gegangen, können Betroffene wie folgt vorgehen:
 
Wer einfach aussteigt und den Rückkaufswert kassiert, könnte das bereuen. Verluste sind dann endgültig. Vorzeitige Ausstiege oder auch Vertragseinstellungen sind zudem mit hohen Storno-Kosten verbunden.
 
Meist dürfte es besser sein, Verträge zu erfüllen. Aktuell kaufen die Versicherer Fondsanteile preiswert ein. Die Kurse sind niedrig. Läuft der Vertrag noch einige Jahre, besteht die Chance auf eine Kurserholung. Ein weiterer Tipp: Klären Sie, in welche Fonds Ihr Geld fließt. Meist bestehen Wahlmöglichkeiten. Neue Prämien werden dann in solche Fonds investiert, die bessere Ergebnisse erwarten lassen. (Der Deutsche Wirtschaftsbrief 17/2009)

Dr. Erhard Liemen
Der Deutsche Wirtschaftsbrief

 
 

Fiat ist heiß auf die Opel-Mitgift

An der Wall Street in New York ist heute nicht viel passiert. Die großen Indizes schlossen knapp im Minus. Die Marktteilnehmer warten gespannt auf die amerikanische Bankenstudie. Am Donnerstag verkündet der US-Finanzminister, wie belastbar die 19 größten US-Banken sind. Langsam trennt sich die Spreu vom Weizen. Einige Banken können schon wieder aus eigener Kraft am Finanzmarkt agieren, andere brauchen dagegen noch einmal dringend Finanzspritzen vom Staat oder von privaten Investoren. In 48 Stunden wissen wir mehr.
 
Umstrittene Fusionspläne in der Autoindustrie
 
Auf dem Frankfurter Börsenparkett wurde heute heiß diskutiert, ob die Manager des italienischen Automobilkonzerns Fiat genial, verrückt oder todesmutig sind. Der Plan der Italiener: Das eigene Autogeschäft soll mit der Europa-Sparte von General Motors (wichtigste Marke Opel) und dem US-Konzern Chrysler fusioniert werden.
 
Ein "Dreamteam" ist das nicht gerade. Fiat ist nach eigenen Angaben zu klein, um langfristig ohne fremde Hilfe überleben zu können. Der Dauerpatient Chrysler, der nicht einmal vom einst finanzstarken Daimler-Konzern geheilt werden konnte, befindet sich bereits im Pleite-Modus. Und um Opel und Co. reißen sich auch nicht gerade die besten Adressen in der Branche. Laut Fiat-Rechnung ergeben aber 3 kranke einen gesunden Autokonzern. Ein gewagtes Experiment.
 
Die Pokerparty von Fiat könnte sogar theoretisch aufgehen. Wenn Abwrackprämien und andere staatliche Unterstützungen wie gewünscht helfen, könnte sich der Fiat-Chrysler-Opel-Verbund in den nächsten Aufschwung retten. Dann hätten die Fiat-Manager quasi zum Nulltarif einen Autogiganten geschmiedet, der in einer Liga mit VW und Toyota spielen würde. Dieses Szenario ist nicht völlig undenkbar.
 
Fiat sucht Partner, die eine Mitgift mitbringen
 
Aber irgendwie habe ich das unschöne Gefühl, dass Fiat nur auf die staatliche Mitgift aus ist. Es ist aus taktischer Sicht interessant, dass sich Fiat für Autobauer aus Deutschland und USA interessiert. In Deutschland findet im Herbst die Bundestagswahl statt. Die Partei, die Opel "opfert", dürfte die Wahl verlieren. Fiat kann bei einer Opel-Übernahme also mit einer staatlichen Milliardenhilfe rechnen.
 
Ähnlich sieht es in den USA aus. Der neue US-Präsident Obama ist gerade 100 Tage im Amt. Wenn Chrysler endgültig die Fabriken schließen müsste, wäre das ein klassischer Fehlstart für Obama. Auch hier könnten einige Steuermilliarden als Mitgift drin sein.
 
Es ist schon auffällig, dass sich Fiat keine Partner aus den Auto-Ländern Frankreich und Japan ausgesucht hat. Da ist 2009 wohl weniger zu holen. Das kann für die Steuerzahler in den USA und in Deutschland noch ein teures (Auto-)Jahr werden.
 
Rolf Morrien
Der Depot Optimierer

 
 

Wie Ihre Mieter Treppenhaus und Flure nutzen dürfen - und wie nicht

Als Vermieter sind Sie dafür verantwortlich, dass Ihre Mieter Treppenhaus und Flure ohne Gefahr nutzen können. Treppen, Treppengeländer und Beleuchtung müssen Ihren Mietern ausreichende Sicherheit bieten. Im Eingangsbereich des Hauses darf ein Kinderwagen, im Flur ein Rollstuhl abgestellt werden. Das gilt, so lange es hierdurch nicht zu Beeinträchtigungen anderer Mieter kommt. Mieter dürfen auch Fußmatten nach ihrem Geschmack vor ihre Wohnungstür legen und Schuhe dort vorübergehend abstellen. Schmuck an der Wohnungstür, Holzfiguren und Blumenkübel sind zulässig, wenn andere Mieter hierdurch nicht gestört werden.
 
Fahrräder, Getränkekästen, Mülltüten, Wäschetruhen, Schuh- oder Besenschränke dürfen ihre Mieter dagegen in der Regel nicht im Hausflur abstellen. Aber keine Regel ohne Ausnahme: Wenn Mieter im obersten Stockwerk allein leben, können Sie als Vermieter beispielsweise zur Duldung eines Schuhschrankes verpflichtet sein.
 
Im Mietvertrag können Sie vereinbaren, dass Ihre Mieter Treppenhaus und Flure selber reinigen. Wenn nicht, ist das Ihre Sache als Vermieter. Sie können dann aber zumindest die Kosten für die Treppenhausreinigung als Betriebskosten abrechnen.
 
RA Tobias Jan Mahlstedt
Redaktion "Immobilien-Berater"

 
 

Wer will +20,56% in den nächsten Tagen?

Von Christian Schaller, Produktmanager Point&Figure Trader
 
Gerade rief mich mein Point&Figure-Trader Jörg Mahnert an. Er schloss gerade einen Call-Trade auf den MDAX mit +48% Gewinn in wenigen Tagen ab. Er fragte mich, ob ich jemanden wüsste, der an einem neuen Trade mit Rheinmetall Interesse hätte...
 
UND VOR ALLEM AN +20,56% GEWINN IN WENIGEN TAGEN!!!!
 
Rheinmetall steht gerade auf 32,35 Euro. Jörg Mahnert rechnet mit einer Kurssteigerung auf 39 Euro schon in wenigen Tagen. Das wären dann schnell mal +20,56%, die mit großer Sicherheit anstehen. "Es ist phantastisch", sagt Mahnert, "ich kann zurzeit auf Aktien von Unternehmen bester Qualität setzen... die Kurse steigen und steigen."
 
Und vor allem steigen die Kurse ausgewählter Qualitätsaktien innerhalb weniger Tage. Jörg Mahnert erkennt die Kursausbrüche dieser Aktien - aber auch die Kursausbrüche ganzer Indizes oder von Rohstoffpreisen - nach der über 100 Jahre alten Methode erfahrender US-Broker an Börsen in Chicago, New York, etc.
 
Diese Point&Figure-Methode funktioniert so zuverlässig, dass diese Broker damit oft dreimal, viermal oder mehr Geld auf ihre Privatkonten scheffeln als mit ihren sowieso schon hohen Festgehältern.
 
Gerade schloss Jörg Mahnert auch den Trade mit Bilfinger & Berger mit +17% Gewinn in wenigen Tagen ab. Er sagt, dass Sie in den Trade mit der Nordex AG noch einsteigen können, obwohl der schon jetzt wieder mit +17% im Gewinn liegt.
 
"Sagen Sie Ihren Leuten, dass RWE zurzeit noch attraktiver ist", bat Jörg Mahnert mich. RWE steht "erst" mit 9% im Plus. Da ist noch super viel Spielraum nach oben. Jörg Mahnert rechnet mit zweistelligem Gewinn schon in wenigen Tagen.
 
Am aktuellsten ist natürlich der Trade mit Rheinmetall. "Steigen Sie bis 33 Euro ein", sagt Mahnert. Zurzeit steht Rheinmetall auf 32,35 Euro. Mit den +20,56% rechnet Jörg Mahnert sehr sicher. Er steigt dann aber bei 39 Euro noch nicht aus, wenn die Zeichen für weiteren Kursanstieg anhalten...
 
Klicken Sie bitte hier für spannende Gewinne in den nächsten Tagen...
 
Ja, natürlich! Her damit... bitte!
 
Viel Erfolg an der Börse,
 
Ihr Christian Schaller
 
Produktmanager Point&Figure Trader
 
PS: Wussten Sie, dass Jörg Mahnert in diesem "Horror-Finanzkrisenjahr" 2009 kontinuierliche Gewinne erzielt hat: 6 von 7 Trades schloss er und seine Leser im P&F Trader im Gewinn ab.
 
Ja, natürlich! Her damit... bitte!

 
 


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